Coronakrise: Das Hotel mit Behindertenarbeitsplätzen muss überleben

Coronakrise: Das Hotel mit Behindertenarbeitsplätzen muss überleben

Projektspende für ein kleines Hotel im Kanton Jura

In nicht allzu ferner Zukunft steht die Hofübergabe an. Da ist es entscheidend, dass die Urner Bergbauern ihren Alpbetrieb erneuern können. Denn lange können sie so auf ihrer Alp nicht weiterkäsen – was den ganzen Betrieb gefährdet. Unterstützung sichert den schönen Bergbetrieb.

Im Urnerland bewirtschaften die Bergbauern einen Milchwirtschaftsbetrieb mit rund 25 Kühen und Jungvieh. Die gschaffigen Bauern haben vier erwachsene Kinder. Der 29-jährige Sohn lebt zu Hause und arbeitet mit auf dem Betrieb, den er bald einmal übernehmen möchte. Ein wichtiger Erwerbszweig ist die Alp. Im Sommer bewirtschaften die Bergbauern auf 2000 m ü. M. eine grössere Alp, wo sie rund 45 Kühe und 170 Rinder halten: eigene Tiere und solche von anderen Bauern. Die Milch, auch von der Nachbaralp, verarbeiten sie vor Ort zu verschiedenen Produkten: hauptsächlich Alpkäse, aber auch Butter, Molkendrinks und Ziger. Da die Passstrasse direkt an der Alpwirtschaft vorbeiführt, können sie diese Produkte vor Ort Reisenden zum Kauf anbieten. Der grösste Teil des Alpkäses wird aber im Herbst und Winter in der Region abgesetzt, die Vermarktung übernehmen die Bauern selber. Mit diesen Alpprodukten erwirtschaftet die Familie einen wichtigen Teil des Einkommens. Neben den Eltern und dem Juniorbauer arbeitet auch eine Tochter in der Alpsaison mit und hilft beim Käsen. So haben vier Familienmitglieder im Sommer ein Einkommen aus der Alpwirtschaft.

Vor zwei Jahren konnte die Urner Familie die Alp von einer Erbengemeinschaft kaufen, nachdem sie jahrzehntelang Pächter gewesen war. Die Gebäude wurden lange Zeit nicht erneuert. So ist die Einrichtung der Käserei veraltet, und sie befindet sich im Wohnhaus in der Küche. Aus Gründen der Lebensmittelhygiene ist dies künftig nicht mehr möglich. Der freistehende Käsekeller ist zwar funktional, aber zu klein.

Wenn die Bauern jetzt nicht handeln, können sie die Alpkäserei nicht weiterführen. Daher möchten sie neu bauen. Angrenzend an das bestehende Gebäude sollen ein Milchzimmer, ein Technikraum und ein grösserer Käsekeller erstellt werden. Zudem soll das gesamte Abwasser von Haus und Stall in einer neuen Jauchegrube gesammelt werden. Dieses wurde bisher in die Grube des benachbarten Hotels geleitet, doch nach der Stilllegung des Hotels geht dies in Zukunft nicht mehr. Die Erneuerung der Käserei ermöglicht es nicht nur, die Hygienevorschriften zu erfüllen, sie bringt auch bessere Arbeitsabläufe und erlaubt es, mehr zu produzieren und damit den Ertrag zu steigern.

In den letzten Jahren hat die Bergbauernfamilie einiges in ihren Talbetrieb investiert. Für das Bauprojekt bleibt neben den Eigenmitteln und Eigenleistungen, einer Hypothek, einem Privat-darlehen, Subventionen, einem Investitionskredit ein Fehlbetrag übrig. In dieser schwierigen Situation wenden sich die Bauern mit einem Unterstützungsgesuch an die Schweizer Berghilfe. Vor Ort kommt ein ehrenamtlicher Experte bald zum Schluss, dass Unterstützung hier sinnvoll ist. Anders hat der Alpbetrieb keine Zukunft, womit den Bergbauern ein wichtiger Teil des Einkommens fehlen würde. Mit Blick auf die baldige Hofübernahme eine denkbar schwierige Ausgangslage für den Juniorbauer.


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